Beiträge von Silvi

    Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, ein getragenes T-Shirt oder einen Pulli von euch mit in die Box zu legen? Irgendwie hab ich das Gefühl, der eigene Geruch kann manchen Katzen echt ein bisschen Sicherheit geben – bei meiner Holly wirkt’s zumindest manchmal beruhigend (wenn auch nicht immer, ehrlich gesagt).

    Mir geht’s bei dem Trixie-Turm auch immer wieder so, dass ich denke: „Eigentlich total simpel gemacht, aber für Katzen offenbar genau das Richtige.“ Meine Omi (also die Katze, nicht meine echte Oma 😅) bevorzugt auch den Turm gegenüber dem teuren Designer-Kratzbaum. Manchmal frag ich mich, ob es an der Geborgenheit der Höhlen liegt oder einfach daran, dass das Teil nicht so überladen wirkt wie manch andere Kratzbäume.

    Was mich aber stört, ist tatsächlich auch die Sache mit dem Verrutschen. Ich hab’s mal mit so richtig rauen Anti-Rutsch-Matten probiert, wie man sie unter Badezimmerteppichen hat. Das ging einigermaßen, aber wenn mein Kater dann besonders wild ist, schiebt er das Ganze trotzdem durch den Flur... Muss ehrlich sagen, ich überlege auch, ob man mit so einer Art Holzplatte (vielleicht mit Filzgleitern drunter?) was basteln könnte, was das Gewicht erhöht, aber trotzdem keine Kratzer macht. Bin mir da selbst nicht sicher, ob das praktikabel ist oder einfach nur viel Aufwand für wenig Effekt – aber vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit sowas... 🤔

    Ein anderes Problemchen (vielleicht ist das auch nur bei uns so?): Der Stoff an den Ecken franst bei uns total schnell aus, wenn die Krallen reingejagt werden. Ich hab’s schon mal mit durchsichtigem Klebeband verstärkt – sieht halt nicht gerade schick aus, aber hat ein paar Wochen gehalten. Ist jetzt auch nicht die Dauerlösung... Hat‘s bei irgendwem schon mal jemand mit so Reparatur-Patches für Sofas oder Autositze probiert? Würd mich echt interessieren, ob das robuster hält.

    Und noch was: Ich find’s irgendwie charmant, dass diese einfachen Modelle offenbar bei den Katzen so beliebt sind, obwohl sie für uns Menschen oft ein bisschen billig wirken. 😅 Vielleicht unterschätzen wir manchmal, wie wenig unsere Katzen wirklich brauchen, um happy zu sein... Wie ist das bei euch – habt ihr noch weitere „unscheinbare“ Lieblinge, die eure Katzen mehr lieben als alles andere? Bin gespannt, was da noch so für Anekdoten kommen!

    Mir geht dieser Gedanke auch nicht aus dem Kopf – wie viele von diesen unsichtbaren Vierbeinern wohl irgendwo draußen leben, im Schatten und meist unbemerkt... Ich hab mich neulich mit einer Nachbarin verquatscht, deren Garten offenbar im Winter der Treffpunkt für drei halbwilde Katzen ist. Die schlafen aber nie irgendwo im Warmen, sondern hocken einfach unter den Büschen, egal wie kalt oder nass. Das tut mir jedes Mal in der Seele weh. 😕 Ist jetzt vielleicht ein bisschen abwegig, aber glaubt ihr, man könnte mit diesen GPS-Trackern, die ja bei Haustieren immer beliebter werden, wenigstens ein bisschen „sichtbar“ machen, wie groß die Reviere sind und ob sie feste Schlafplätze wählen? So als kleiner Detektivversuch… Ich weiß, bei den ganz Scheuen ist das Einfangen natürlich fast unmöglich, aber bei den Mutigeren vielleicht.

    Was ich mich gefragt hab: Ob es Sinn macht, neben den klassischen Futterstellen und Unterschlüpfen an „Wasserpunkte“ zu denken, vor allem wenn’s wärmer wird? Ich hab gemerkt, dass bei uns im Hochsommer die Wildvögel und Igel dankbar über jede flache Wasserschale sind, aber für wilde Katzen hab ich das nie extra angeboten. Vielleicht wäre das noch ein Minibaustein, damit sie zumindest einen sicheren Ort kennen, wo sie nicht mit anderen Tieren ums Wasser kämpfen müssen – blöde Idee? 🙈

    Eine andere Perspektive, die mir letztens kam, als ich nachts heimgekommen bin (übrigens: mein Handy hing wieder fast am letzten Balken, als ich die Taschenlampe verwendet hab, typisch, ich lern’s nie): Ob es sinnvoll sein könnte, bei bekannten Streunerplätzen mit Anwohnern gemeinsam so etwas wie einen „Schichtplan“ aufzubauen, damit immer mal jemand nach den Tieren schaut, ohne dass es zu auffällig wird. Gerade wenn eine Katze verletzt oder krank wirkte, wäre das vielleicht ein Weg, sie nicht allein zu lassen, falls ein Notfall droht.

    Sorry, ist heute etwas wirr von mir, aber ich finde, es gibt so viele kleine Stellschrauben, an denen man drehen könnte – und manchmal fühlt man sich trotzdem hilflos, als würde man auf der Schattenseite vom Leben zuschauen. Habt ihr Erfahrungen mit so kleinen Gemeinschaftsaktionen oder kennt ihr Anwohner, die da tatsächlich mitziehen? 🐾

    Also ich finde die Beobachtung mit dem Licht echt spannend, das hatte ich auch mal bei meiner alten Katze… Die hat sich bei Dunkelheit ganz anders verhalten, war dann viel vorsichtiger und ist auch nicht mehr so gern von Zimmer zu Zimmer gelaufen. Tagsüber hat mans kaum gemerkt. Irgendwann wurde dann festgestellt, dass sie eine altersbedingte Netzhautdegeneration hatte – das hat wohl erst bei wenig Licht so richtig Probleme gemacht. Vielleicht ist das ja bei euch auch so eine Richtung? Ich bin aber natürlich kein Tierarzt, nur so ein Gedanke, weil es ähnlich klingt.

    Was du schreibst, Peter, dass sie „mit dem Gehörten“ scheinbar orientiert ist, kommt mir auch irgendwie bekannt vor… Meine war dann auch viel aufmerksamer, wenn jemand in der Nähe war, aber sie hat – wie bei euch – keine Kollisionen gebaut. Ich glaube, Katzen sind wirklich krass gut darin, sich neue Strategien zu überlegen. Manchmal merkt man erst spät, dass was nicht stimmt, weil sie so tapfer sind. Ich versteh total, dass euch das beschäftigt. Die Sorge und dieses doofe Gefühl, ob man was übersieht, ist ja schon belastend…

    Zu den ganzen Untersuchungen: Ich versteh beide Seiten... einerseits will man natürlich nichts überstürzen wegen der Kosten, andererseits will man auch bloß nichts verpassen. Blutwerte und Röntgen klingen aber schon mal sehr sinnvoll, so als grober Check – und wenn es doch was Augenspezifisches ist, gibt’s ja auch Tierärzte, die mit so einer Spaltlampe oder so arbeiten können. Bin mir aber echt nicht 100% sicher, wie verbreitet das ist, war damals bei uns so ein Glücksgriff.

    Ich drück euch auf jeden Fall die Daumen, dass es was harmloses ist, vielleicht einfach altersbedingt oder irgendwas, was sich gut behandeln lässt… Dieses Warten bis zum Termin zerrt ganz schön an den Nerven, das kenn ich nur zu gut. Wenn ihr mögt, haltet doch mal auf dem Laufenden, das interessiert sicher noch mehr hier!

    Also ehrlich, als mir letztes Jahr im Herbst so ein kleiner schwarzer Kater vorm Fenster saß (mit miesen Flöhen, das hat man gerochen… naja, ihr wisst schon), war ich erstmal komplett überfordert. Mein erster Impuls war tatsächlich: Dose auf, bisschen Nassfutter rein, und gucken ob er überhaupt bleibt. Trockenfutter hat er verschmäht, da hab ich mich fast geärgert – extra die teuren Kroketten gekauft. 😅

    Mit der Pflege… puh, bin ich ehrlich, ich wollte ihn gar nicht gleich bürsten, weil ich Angst hatte, er kratzt mich weg. Erst nach ein paar Tagen, als er morgens immer noch da war, hab ich mich getraut. Tierarzt war dann auch so ein Bauchgefühl-Ding, weil ich uns wegen Würmern und so nicht sicher war – würde ich jetzt aber immer schnell machen lassen. Ach so, und das Sofa… tja, das war nach einer Woche SEINS. Vielleicht bin ich auch einfach zu weich…

    Ich hab grad beim Lesen gedacht… vielleicht gibt es ja noch mehr, was man für diese scheuen Katzen tun kann, außer Futterstellen und Kastrationen? Irgendwie frage ich mich, ob so „stille“ Schutzplätze im Garten oder auf Grundstücken helfen könnten, wo sie sich sicher fühlen, ohne bedrängt zu werden. Weiß nicht, ob sowas wirklich angenommen wird, aber so kleine Verstecke oder Schlafboxen, einfach irgendwo unauffällig hingestellt… Mir kommt das immer so wenig vor, aber vielleicht hilft sowas ja, dass sie wenigstens etwas Schutz finden, wenn sie krank oder schwach sind. 🤔

    Bin mir da selbst auch unsicher, aber vielleicht hat ja jemand Erfahrungen damit gemacht?

    Oh Mann, das geht echt ans Herz… Ich kenn das Gefühl nur zu gut, wenn man so „seinen“ Streuner jeden Tag sieht und irgendwann einfach merkt, irgendwas stimmt nicht. Dieses Ziehen im Bauch, wenn man hofft, sich zu täuschen, aber naja… Ist jetzt vielleicht ne blöde Frage, aber denkt ihr manchmal auch darüber nach, wie viele von diesen unabhängigen Freigeistern da draußen ihr Schicksal eigentlich ganz alleine tragen? Mich beschäftigt das immer total. 😔

    Bin gespannt, wie ihr das seht!