Beiträge von Peter

    Bei unserer Sissi ist das alles nicht so einfach, dass Bild das sich bietet, es ändert sich ständig.
    Es gibt zum Beispiel nur eine Sache die unverändert ist, das rechte Auge ist kein reflektierendes "Katzenauge" mehr.

    Ansonsten, sie geht durch die Wohnung, mit bedacht und vorsichtig. Sofa, Sessel, Tisch, Sideboard und Schreibtisch, dass hat sie im Gedächtnis und weiß genau, wo sie Abgründe vorsichtig überspringt oder sie tastet nach Übergängen.
    Das macht sie aber unabhängig, ob sie die Pupillen riesig gestellt hat oder ob sie schmal stehen. Eigentlich sind die Pupillen immer groß gestellt, nur wenn die Sonne direkt in die Wohnung scheint, erst dann werden sie auf max. 3mm verengt.

    Bin mir da selbst nicht sicher, aber vielleicht könnten auch Alterssichtigkeit oder ein plötzlicher Augeninnendruck (wie beim Glaukom) eine Rolle spielen, weil Katzen das gerne lange kaschieren… 🤔

    Das ist ein Punkt, den können wir im Nachhinein betrachtet bestätigen, sie hat das schon lange kaschiert. Rückblickend gesehen, sie hat unmerklich die Höhen in der Wohnung gemieden, ist nicht mehr auf Aquarium, wo sie öfter gelegen hat, nicht mehr auf die Wohnwand, wo sie ebenfalls stundenlang geschlafen hat. es zu erreichen wäre sie sonst körperlich in der Lage.

    Wir haben unsere Katzentoilette im Bad stehe, der einzige Raum der in Frage kommt.
    Aber auch da sind wir etwas eingeschränkt, einmal das sie uns nicht im Weg steht und dann sollte sie auch bequem zu säubern sein. Schlussendlich haben wir uns für eine dreieckige Toilette entschieden.

    Es gibt aber auch so Lösungen als Schrank "getarnt", vielleicht wäre da etwas passendes für dich dabei.

    Katzentoilette Schrank at DuckDuckGo

    Ja, da gibt es eine Vielzahl an Dingen, die man beachten sollte.
    Was mir da immer zuerst einfällt, weil man es hier und da immer lesen kann und wir auch schon erlebt haben.
    Bei Jagd auf Mäuse, dass man selber keine Gifte verwendet und seine Nachbarn sensibilisiert, keine Gifte zu benutzen. Eine geschwächte Maus ist schnell gefangen und das Gift wirkt auch auf die Katze. ;(
    Selbst bei der Bekämpfung von unliebsamen Schnecken, die Katze frisst sie zwar nicht, aber alles was an den Pfötchen hängen bleibt wird mit der Zunge entfernt und zum Teil aufgenommen.

    Das mit den Rassen ist ja schon irgendwie eine Einsortierung, die es zwar gibt aber wo die Individualität trotzdem eine größere Rolle spielt, aus meiner Sicht und jahrelanger Erfahrung.

    Wir hatten bisher 8 Wohnungskatzen, davon 6 EKH, Andy (Colourpoint-Perser) und zur Zeit Sissi (BKH).
    Bei den EKH's, wenn ich so zurückdenke, war nicht eine einzige vom Verhalten her den anderen gleich. Das fing schon beim Größenunterschied an, Mausi war eine kleine Katzendame, die nur knapp unter 3 kg wog, Franz war da von den Maßen her schon nahezu 2 × Mausi.
    Auch haben einige von ihnen, ihr Verhalten geändert, natürlich wir da ihre Umgebung und deren Änderungen, eine Rolle spielen.

    Aber auch unsere Sissi (BKH) hält/hielt sich nicht an jede ihrer Rasse-Regel ;). Verspielt ist/war sie noch nie, sie war lange Zeit sehr angriffslustig, gegenüber uns und ignorierte uns viele Jahre. Obwohl sie 24/7 Trockenfutterzugang hat, neigt sie nicht zu Übergewicht, ist allerdings seit Jahren bei knapp unter 4,5kg. Insbesondere fehlen uns hier aber knapp 3 Jahre ihrer Entwicklung, welche natürlich entscheidend sind.
    Aber seit den letzten 5-6 Jahren, wird Sissi immer mehr zu einer echten BKH, wenn auch nicht zu 100%. :love:

    Wichtig wäre wohl allgemein, eine unbekannte Gebrauchtkatze muß nicht immer dem Standard entsprechen. ;)

    Tipps für die Sicherheit, Balkonverglasung.
    Als wir Sissi zu uns holten, wurde uns sofort bewußt, der Balkon wird für sie gefährlich. Scheinbar war ihr nichts zu hoch, alles was halbwegs erreichbar scheint, wird angepeilt und erklommen.
    Ihre Vorgängerin wurde 20 Jahre alt und die Balkonbrüstung war für Susi unerreichbar.
    Sissi, damals 3 Jahre alt, war aber kaum etwas zu hoch, und mutig war sie obendrein.
    Also mußten wir spätestens jetzt den Balkon sichern.

    Natürlich haben wir in der Wohnung noch andere Fenster, dort haben wir ihr erfolgreich beigebracht, dass sie nicht aufs äußere Fensterbrett tritt. Das hat sie bis heute nicht verlernt, sie ist zwar neugierig aber nicht stürmisch übermütig. Fast schon das Gegenteil von Susi die die kleinste Lücke suchte und auf äußere Fensterbrett stürmte.

    Unser Kasimir mag den Besuch beim Tierarzt nicht, der Weg dorthin ist schon das reinste Drama.

    Ist bei unserer Sissi nicht anders, wobei mit steigender Geschwindigkeit die akustische Meldung wegen des Unbehagens steigt, die Lautstärke leicht zunimmt. Beruhigende Worte unsererseits, keine Wirkung mehr zeigen. So Richtung 90-100 km/h wird dann auch das Miauen durch Fauchen unterbrochen. :D
    Beim Tierarzt angekommen, ist dann sofort Ruhe in der Box. Auch nach der Behandlung geht sie freiwillig in die Box zurück. ^^

    Unsere Sissi hat ein Problem mit Bluthochdruck.
    Die Behandlung schlägt insofern an, dass sie sich insgesamt besser fühlt.
    Leider sieht sie aber nicht besser, irgendwie ist es irritierend. Manchmal scheint sie doch etwas zu sehen und dann übersieht sie Dinge, die in ihrem Weg stehen.

    Hier kommt es wohl drauf an, wie weit man selber bereit ist, aus seiner Wohnung einen Parkour ... total auf Katzen ausgelegt, zu machen.
    In jungen Jahren brauchte unsere Sissi keine Kletterhilfen, wo sie hin wollte und wo es "technisch" möglich war, da konnte man sie sehen. Auf der Küchenzeile ganz oben ... von der Anrichte aufs Kühlschrankteil, rüber zum Hängeteil, zurück dann direkt auf die Anrichte. Auf dem 2,20m hohen Schlafzimmerschrank, Zwischenstation war ein 90cm hohes Sideboard. Beides macht sie seit etwa 2 Jahren nicht mehr. Auch die Wohnwand im Wohnzimmer, welche sie über Sideboard, ein Aquarium und dem TV Teil erreichte, erklimmt sie seit einem Jahr nicht mehr.
    So ähnlich konnten wir das aber bei allen bisherigen Katzen beobachten, irgendwann stellten sie solche Kletterpartien ein.


    Küchenklettern


    Auf dem Weg auf die Wohnwand.


    Auf dem Schlafzimmerschrank.


    wieder runter vom SZS

    Solche Höhen ignoriert sie jetzt total, zumal sie ziemlich wenig sieht.
    Später wird es dann Aufstiegshilfen geben, für aufs Sofa oder ins Bett ... .

    Sagen wir mal so, es geht uns den Umständen entsprechend gut. :D

    Ich bin noch relativ neu in der Welt der Wohnungskatzen und frage mich, wie man die perfekte Bindung zu seiner Katze aufbauen kann, wenn sie keinen Freigang hat.

    Da jede Katze ihren eigenen Charakter hat, muß man probieren, was die Katze am liebsten mag.
    Als Beispiel, unsere Sissi war noch nie eine verspielte Katze, wenn überhaupt, dann kann man sie für 3-4 Minuten spielerisch beschäftigen aber dann geht sie schnell in den Zuschauermodus. :D
    Was sie aber jeden Morgen unbedingt einfordert, sie will gebürstet werden, darauf steht sie total, dass fordert sie gerne auch per Stimme ein. Ihr müsstet das mal sehen, wie sie dabei den Kopf anhebt, den etwas gestreckten Hals leicht zur Seite dreht, damit meine Frau auch dort bürsten kann. :love:
    Vorher oder anschließend kommt sie zu mir an den Schreibtisch und holt sich ihre Streicheleinheiten ab.
    Abends liegt sie dann gerne auf dem Sofa, was sie tagsüber eher nicht macht. Ganz besonders mag sie es, wenn ich mir den Laptop auf auf Schoß lege, es dauert nicht lange und er wird als Liegeplatz getestet. Der verträumte Blick und ihr Schnurren verrät, es gefällt ihr.

    Ob das jetzt eine perfekte Bindung ist, da habe ich keine Ahnung.
    Was aber in den Sommermonaten zu beobachten ist, wenn wir längere Zeit im Garten bleiben und erst am frühen Abend zurück nach Hause kommen, dann läuft sie irgendwann ungeduldig durch die Wohnung, scheinbar erwartet sie, dass wir nun endlich durch die Wohnungstür kommen.

    Entscheidend ist wohl, man sollte sich nicht so sehr bemühen, die perfekte Bindung zu haben. Weil eines ist klar, die Katze entscheidet, was sie zu welcher für richtig und wichtig hält. Natürlich passt sie sich auch an, wir geben ja den Takt vor, welcher durch unsere Lebensumstände beeinflusst wird. Denn das oben beschriebene hat sich zu dem entwickelt, wie es heute ist. Ob das nächstes Jahr noch so ist, ich vermute mal, es wird kleine Änderungen geben.

    Ob das jetzt heldenhaft ist, dass weiß ich nicht.
    Unsere Sissi kam ja vor 10 Jahren zu uns, damals war sie mit drei Jahren noch sehr jung. Sie kam aus einem Haushalt, wo sie sich mit niemanden mehr verstand, weder mit ihrem Artgenossen, der BKH Kater hatte keine ruhige Minute mehr wurde nur bedrängt und angegriffen. Noch kam sie mit den zweibeinigen Dosenöffnern friedlich zurecht.
    Nach einem Wohnungswechsel legte sie dieses teilweise recht angriffslustiges Verhalten an den Tag.

    Schon bei unserem ersten persönlichen Kennenlernen zeigte sie dieses Verhalten, was mich total überraschte. Jedenfalls war es gut, ein paar Tempos eingesteckt zu haben. Ich wusste jetzt genau, Sissi kann unangekündigt vom genießerischen Schnurren schlagartigen zur beißenden Kratzbürste übergehen.=O Den Weg zurück, zur schnurrenden Katze gelangt ihr aber auch in Sekundenschnelle.:/ Es war aber so, entweder Sissi findet ein neues Zuhause bei mir/uns oder sie geht ins Tierheim.

    Schlussendlich haben wir dann die richtige Entscheidung getroffen, die Transportbox stand im Auto und Sissi kam zu uns.
    Trotzdem hat es nicht nur Wochen oder Monate gedauert, bis Sissi endlich wieder zu einer sanften Mieze wurde, die man aber bis heute, wenn man weiß was sie nicht mag, in aufgeregte Stimmung bringen kann. Der Unterschied zu damals ist aber, sie warnt mit fester Stimme und wer das anschließende Fauchen ignoriert, der muß dann nur stillhalten. Heute deutet sie immer nur an, wo die Krallen sich eingraben könnten und legt die Zähne an.

    Ich kann hier jede Erfahrung zu dem eingangs genannten "Katzenturm" bestätigen.

    Er ist sehr für nicht so große Katzen geeignet, die auch nicht zu wild mit dem Turm umgehen. Da das Teil ziemlich leicht ist, sollte ein Standort gewählt werden, der ein zu leichtes Verrutschen verhindert. Das geringe Eigengewicht macht ein Verschiebung ziemlich einfach. Auch ein spielerischen Umwerfen wäre bei wilden Katzen Spielen/Toben keine große Hürde. Ich bin mir auch nicht so sicher, wie lange der verwendete Stoff die Begegnung mit zupackenden Kralle aushalten wird, ohne das er schnell unansehnlich wird.

    Bei uns stehen zwei solcher Türme, warum 2? Unsere Sissi nahm den ersten Turm sofort an, was total überraschend war, die sonst aufgestellten und montierten Kratzbäume werden von ihr zu 95% ignoriert. Erstaunlich ist, sie liegt fast den ganzen Tag auf den Türmen und auch die Höhlen werden von ihr genutzt. Nicht so toll, sie bleibt immer mal mit ihren Krallen im Stoff hängen und, wie sagt man, zieht dann Fäden. Da die Türme nebeneinander auf Teppichware stehen, verrutschen sie nicht, wenn Sissi die Sisal Fläche benutzt.
    Wir freuen uns, dass Sissi die zwei Türme nutzt, sie sind auch so gestellt, dass sie bequem von unserem Sofa zu meinen Schreibtisch gelangt. ^^

    Die Charakteren der Katzen können sehr unterschiedlich sein, ich bin mir sicher, jede Katze wird das anders handhaben.
    Was auch entscheidend sein dürfte, wie der Mensch zu der Katze passt, wie beide miteinander umgehen.

    Zum Beispiel hat sich Fuchsi uns gegenüber zu Anfang sehr vorsichtig verhalten. Es hat einen halben Sommer und den Umstand, dass er im Garten ziemlich "allein gelassen" wurde, gedauert, bis er sich immer mehr uns anschloss.

    Haben wir überlegt, nur müssten wir sie dann immer mit Links reinigen. Außerdem darf das Gesamtgewicht nicht zu hoch werden, sonst wird der Ortswechsel bei der Badbodenreinigung für mich zu anstrengend. :D