Katzen und Zahngesundheit: Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt

  • Betreff: Die Bedeutung regelmäßiger Zahnarztbesuche für unsere geliebten Samtpfoten

    Liebe Forenmitglieder,

    ich hoffe, dieser Beitrag findet Euch in bester Gesundheit (euch und eure geliebten Fellnasen eingeschlossen). Heute möchte ich ein Thema in den Mittelpunkt rücken, das oftmals sträflich vernachlässigt wird: die Zahngesundheit unserer Katzen.

    Viele von uns sind sich der Bedeutung der Routine-Untersuchungen unserer Samtpfoten bei ihrem Veterinär durchaus bewusst, doch wie steht es um die regelmäßige Kontrolle des oralen Gesundheitszustands? Krankheiten wie Gingivitis, Paradontitis oder FORL (Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen) sind bei Katzen leider keine Seltenheit und können im schlimmsten Fall zu schweren gesundheitlichen Komplikationen führen.

    Mich würde brennend interessieren, wie häufig ihr mit euren Katzen den Tierarzt zur zahnärztlichen Kontrolle aufsucht? Gibt es besondere Symptome, auf die man im Alltag besonders achten sollte? Ergeben sich womöglich erhebliche Unterschiede zwischen verschiedenen Katzenrassen?

    Außerdem möchte ich zur Diskussion stellen, wie es um eure Erfahrungen mit der Zahnpflege zu Hause steht. Welche Produkte oder Techniken bevorzugt ihr? Gibt es Tricks oder Tipps, wie man eine Katze dazu bringt, akzeptabel die Zähne putzen zu lassen, ohne dass das Ganze in einem unnötigen Drama endet?

    Lasst uns gemeinsam das Wissen über die Zahngesundheit unserer Katzen vertiefen und ein Bewusstsein dafür schaffen, wie essenziell dieses Thema für das Wohlbefinden unserer Vierbeiner ist. Eure Erfahrungsberichte und Tipps sind herzlich willkommen!

    Beste Grüße,
    Didi65

  • Bei dem Thema Katzen und ihre Zähne, da haben wir schon einige Erfahrungen machen können und leider auch machen müssen.

    Eine unserer Katzen, Susi, die hatte so ein ernstes Zahnproblem. Das fing irgendwann an, wurde immer schlimmer und schlimmer. Sie verlor trotz ständigen Kontakt zum Tierarzt einen Zahn nach dem anderen. Man vermutete so eine Art Allergie gegen die eigenen Zähne. Medikamente, selbst aus der Humanmedizin halfen nicht, zögerten aber vielleicht auch nur die echte Hilfe hinaus.
    Erst als alle Zähne gezogen waren, konnte Susi wieder ein unbeschwertes Leben führen, nach mehr als zwei Jahren echter Tortour.

    Sie konnte sich auch noch 8 Jahre mit oder besser gesagt ohne Zähne durch's Leben beißen :D und wurde fast auf den Tag 20 Jahre alt. Aber das ist schon wieder 10 Jahre her.

    Unsere Sissi hat auch ein kleines sich andeutendes Problem, bei der letzten Untersuchung zeigte uns der Tierarzt, dass ihre hinteren Zähne bald behandelt werden müssten, eine Zahnreinigung. Das wollen wir 2026 noch einmal kontrollieren lassen.

    Mit netten und freundlichen Grüßen von
    Peter

  • Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass die Zahngesundheit bei Katzen nicht nur ein veterinärmedizinisches Thema, sondern fast schon ein soziokulturelles Problem ist – viele Halter*innen unterschätzen nicht nur die Folgen von Zahnproblemen, sondern auch den Einfluss auf das gesamte Wohlbefinden ihrer Tiere. Ein entzündetes Zahnfleisch schränkt ja nicht bloß die Nahrungsaufnahme ein; chronische Entzündungen können meines Wissens nach das Immunsystem dauerhaft belasten und sogar Organe wie Herz oder Niere beeinträchtigen. Bin mir da ehrlich gesagt selbst nicht zu 100 % sicher, ob dsa schon ausreichend wissenschaftlich belegt ist, aber ich halte es für plausibel.

    Was mich persönlich stört: Es gibt kaum standardisierte Empfehlungen zur Häufigkeit von Zahnkontrollen bei Katzen. Während Hundehalter*innen inzwischen schon fast in ein Ritual verfallen, ihre Vierbeiner ans Zahnputzen zu gewöhnen, bleibt das bei Katzen gerne unter dem Radar. Wieso eigentlich? Fehlt es an geeigneten Produkten, an Durchführbarkeit oder schlicht an Wissen? Ich ertappe mich selbst dabei, die jährliche Impfung immer als Anlass für einen „Zahn-Check“ zu nutzen – aber ist das genug? Und: Sollte man wirklich jeder Katze (auch der störrischen, alten, zahnlosen Oma auf dem Sofa) Zahnpflegeprodukte anbieten oder richtet man damit manchmal mehr Stress als Nutzen an?

    Ein weiterer Aspekt, über den selten gesprochen wird, ist die Rolle der Ernährung. Es gibt ja diese ewigen Debatten, ob Trockenfutter die Zähne wirklich reinigt oder am Ende doch mehr schadet als nutzt. Meine Katzen bekommen fast ausschließlich Nassfutter, und ich frage mich oft, ob das ein Risikofaktor für Zahnstein ist – oder ob die Futterstruktur im Endeffekt kaum eine Rolle spielt, weil genetische Faktoren viel stärker wiegen…? Falls jemand dazu belastbare Infos hat, wäre ich sehr interessiert.

    Müsste es vielleicht in der Katzenmedizin analog zu den Vorsorgeuntersuchungen beim Menschen (so wie Zahnsteinentfernung oder professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt) verbindliche oder zumindest empfohlene Routinen geben? Oder ist das angesichts der oft schwierigen Handhabbarkeit bei Katzen einfach utopisch?

  • Ich finde es total spannend, dass Zahngesundheit bei Katzen so oft durchrutscht – mir war das früher gar kein Thema, ehrlich gesagt. Erst nach einem Gespräch mit unserer Tierärztin hab ich mal bewusst auf Mundgeruch geachtet… und tja, das war dann ziemlich eindeutig. Jetzt schau ich regelmäßig nach, ob das Zahnfleisch gerötet ist oder die Katze plötzlich beim Fressen rumzickt. Bin mir aber weiterhin unsicher, wieviel zu viel ist… manchmal hab ich das Gefühl, ich übertreibe es

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