Kasimir mag den Tierarzt nicht

  • Unser Kasimir mag den Besuch beim Tierarzt nicht, der Weg dorthin ist schon das reinste Drama. Im Auto miaut er sofort, aber richtig laut. Nach etwa 3-4 Kilometern wird er leiser, er hechelt dann wie verrückt, dass man denkt, er macht es nicht mehr lange. Seit drei Jahren haben wir, nach Rücksprache mit unserem Tierarzt des Vertrauens, beschlossen, ihm das zu ersparen.
    Da Kasimir ein reiner Stubenkater mit gesichertem Wintergarten ist, werden wir den Tierarzt nur bei Bedarf mit ihm aufsuchen.

    Mit freundlichen Grüßen
    von Linda 🙍🏻‍♀️, Martin 🙎‍♂️ und Kasimir 🐈

  • Puh, das kommt mir so bekannt vor… unsere Lotti ist da ganz ähnlich drauf. Kaum wird die Transportbox aus dem Keller geholt, setzt sie ein Gesicht auf wie bei Weltuntergang – und das Gezeter im Auto erst… ich kenn das Hecheln, das klingt echt unschön.

    Was bei uns ein bisschen hilft, ist das Training mit der Transportbox zu Hause. Die steht bei uns nicht nur vor Tierarztbesuchen rum, sondern quasi dauernd in der Wohnung. Da leg ich öfter mal ein Leckerchen rein oder ihr Lieblingsspielzeug, sodass sie die Box nicht nur mit Stress verbindet. Das hat tatsächlich die Panik vorm Einsteigen ein bisschen reduziert, auch wenn’s im Auto trotzdem noch wild wird.

    Falls doch mal ein Tierarztbesuch sein muss, versuche ich, möglichst ruhig zu bleiben (leichter gesagt als getan…). Katzen merken ja sofort, wenn man selber angespannt ist. Manchmal hilft es auch, eine vertraute Decke mit reinzugeben – der Geruch beruhigt ein bisschen. Ich hab auch schon von Pheromonsprays gelesen (z.B. Feliway), aber bei Lotti war der Effekt eher… naja, durchwachsen.

    Vielleicht noch als Gedanke: Wenn Kasimir wirklich so gestresst ist, könntet ihr auch mal nach einem Tierarzt suchen, der Hausbesuche macht. Gibt’s in manchen Gegenden, spart das ganze Einpacken und Herumfahren und ist für manche Katzen echt Gold wert. Wir überlegen das tatsächlich auch für die nächste Impfung. Muss man halt vorher abchecken, ob die sowas in eurer Nähe anbieten und wie flexibel die sind.

    Am Ende bleibt’s immer ein bisschen eine Gratwanderung – so wenig Stress wie möglich, aber eben auch die Gesundheit im Blick behalten. Stubenkater sind definitiv nicht so ausgesetzt wie Freigänger, das seh ich genauso, aber so Grundchecks wie Zähne, Krallen, Gewicht… naja, ihr wisst schon.

  • Ach, das klingt alles sehr vertraut... ich glaub, die Transportbox hat bei meiner Katze so ziemlich denselben Status wie ein Zahnarztbohrer bei uns. Also, ich hab auch schon alles probiert – Leckerli, Lieblingsdecke, gute Zurede… gebracht hat das ungefähr so viel wie ein Regenschirm im Orkan. 🙄 Bin mir da selbst nicht sicher, ob das Training mit der Box bei Kasimir den großen Unterschied machen würde, wenn er eh jedes Mal glaubt, er fährt auf seine letzte Reise. Naja, zumindest beruhigend zu wissen, dass nicht nur meine Katze eine Dramaqueen ist bei der Nummer…

  • Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, ein getragenes T-Shirt oder einen Pulli von euch mit in die Box zu legen? Irgendwie hab ich das Gefühl, der eigene Geruch kann manchen Katzen echt ein bisschen Sicherheit geben – bei meiner Holly wirkt’s zumindest manchmal beruhigend (wenn auch nicht immer, ehrlich gesagt).

    😻🐈‍⬛😻🐈😻
    Silvia

  • Wenn Katzen den Tierarztbesuch so richtig feiern würden, dann könnten wir vermutlich alle zusammen Lotto spielen und gewinnen… aber stattdessen hat man halt so einen sieben Kilo Fellhaufen, der auf dem Beifahrersitz so tut, als hätte man ihm grad das Testament geklaut. Das mit dem Hecheln ist schon so ein Klassiker – meiner sah dabei mal aus, dass ich dachte: "Jetzt stirbt er mir gleich weg."

    Was ich inzwischen aufgegeben hab: zu denken, dass es mit dem Alter besser wird. Falsch gedacht, Zeit heilt in dem Fall gar nix. Ich hab mich mittlerweile damit abgefunden, dass bei uns jede Tierarztfahrt ein kleines Endzeitdrama ist.

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